Freiwilligendienste: „Ein dickes Plus im Lebenslauf“
Am 8. Mai ist Weltrotkreuztag. Dazu wirbt das Rote Kreuz für seine neuen Freiwilligendienste. Neben den „Klassikern“ Freiwilliges Soziales Jahr (FSJ) geht es in diesem Jahr auch um den neuen Bundesfreiwilligendienst (BFD), der als Ersatz für den Zivildienst geschaffen wurde.
BRK-Präsidentin Christa von Thurn und Taxis: „Wir laden insbesondere junge Menschen mit und ohne Migrationshintergrund ein, bei uns die womöglich prägendste Zeit ihres Lebens zu verbringen. Ein Freiwilligendienst bringt viele neue Kontakte, ein sinnvolles Engagement, neue Fähigkeiten, Selbsterkenntnis – und manchmal auch eine echte Berufsperspektive. Für Jugendliche, die Orientierung suchen, kann das einen gelungenen Start ins Erwachsenenleben bedeuten. Ein Freiwilligenjahr beim Roten Kreuz ist in jedem Fall ein dickes Plus im Lebenslauf.“
Die BRK-Freiwilligendienste bieten Menschen mit ganz unterschiedlichen Voraussetzungen Perspektiven. FSJ und BFD sind offen für Frauen und Männer in der Regel ab Erfüllung der Schulpflicht. Während für das FSJ eine Altersbegrenzung existiert, steht der BFD auch älteren Interessierten offen. Wer über 27 Jahre alt ist, kann ihn sogar in Teilzeit wahrnehmen.
Engagieren kann man sich im BRK in Sozialstationen, bei mobilen sozialen Diensten, in Behinderteneinrichtungen, Krankenhäusern, Altenpflegeheimen, in der Kinder- und Jugendarbeit, im Rettungsdienst und bald auch im Zivil- und Katastrophenschutz. Adressen und weitere Informationen zu beiden Diensten unter http://www.brk.bfd; http://www.fsj.brk.de/fsj0203/index.php oder unter oder unter der Telefonnummer 089-9241 1590.
Das Rote Kreuz ist in Deutschland größter Anbieter von Freiwilligen-diensten. Jährlich bietet es bundesweit 10.000 FSJ-Plätze an. Bis 2010 gab es jährlich rund 9.000 Zivildienstleistende in ganz Deutschland. Das BRK bereitet sich darauf vor, ab 1. Juli 1.500 Plätze im neuen BFD aufzubauen.
Weltrotkreuztag
Der "Weltrotkreuztag" am 8. Mai geht zurück auf den Geburtstag eines Mannes, der durch seinen selbstlosen Einsatz für den Nächsten, durch seine Humanität mehr bewegte als viele Staatsmänner: Henry Dunant, Kaufmann aus Genf und Gründer des Roten Kreuzes. Nach einer der schrecklichsten Schlachten der Kriegs-geschichte - 1859 bei Solferino – veröffentlichte Dunant seine "Erinnerung an Solferino" und forderte darin ein Internationales Abkommen zum Schutz der Kriegsopfer. Ferner schlug er vor, in den Ländern der Welt nationale Hilfsgesellschaften zu gründen. Daraus entstand schließlich das Rote Kreuz.
Am Weltrotkreuztag wird vor allem an die seit der Gründung der Organisation geltenden Grundsätze erinnert:
- Menschlichkeit,
- Unparteilichkeit,
- Unabhängigkeit,
- Neutralität,
- Freiwilligkeit,
- Einheit und
- Universalität.
Als Teil der weltweiten Rotkreuzbewegung ist das Bayerische Rote Kreuz unverzichtbar für das Gemeinwesen im Freistaat. BRK-Landesgeschäftsführer Leonhard Stärk „Ob Kinder, Jugendliche, ältere oder pflegebedürftige Menschen, Flüchtlinge oder Unfallopfer, für sie alle ist das Bayerische Rote Kreuz da – zu jeder Zeit mit bestmöglicher Hilfe.“ .
